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1961-1989
1970-1973
1974
1975-1980
1981
1982-1985
1986-1990
1992-1997
1998-1999
2000
2003

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2000 |
WHO
IS WHO IN GERMAN Verlag Brigitte Schellmann Berlin |
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| 2000 |
Lieselotte
Schwarz Bilderbuchillustrationen
Werke aus der Sammlung des Museums Burg Wissem, Bilderbuchmuseum der
Stadt Troisdorf. Mit Texten von:
Dr. Maria Linsmann-Dege, Prof. Horst Künnemann, Elisabeth Hohmeister,
Dr. Pauline Liesen und Prof. Dr. Hans A. Halbey. |
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Zitate: Maria Linsmann:
Aus heutiger Sicht erscheint Lieselotte Schwarz
nicht nur als eine der wichtigsten und in ihrer Zeit sicher
auch experimentierfreudigsten und prägendsten Bilderbuchmacherinnen,
sondern auch als Künstlerin, die sich nicht auf die Kinder-
und Bilderbücher beschränkt hat, sondern ebenso in
der freien Kunst bei der Zielgruppe der erwachsenen Leser und
Betrachter beheimatet ist
.
Horst Künneman:
Wer für Kinder schafft, kann nicht auch
noch die Erwachsenen bedienen, und wer ernst genommen werden
will und den Kunstmarkt der ,Großen versorgt, sollte
sich gefälligst nicht dazu herablassen, für die ,Kleinen
etwas vom Katzentisch der Musen und Künste herunterzukrümeln!
Lieselotte Schwarz hat ganz sicher unter diesem Zwiespalt, der
in Deutschland bis zur Schizophrenie durchgehalten wird, gelitten.
Was ihre Lebensarbeit betrifft, hat sie sich bis heute jedoch
keinen Deut darum geschert. Schon in den sechziger und siebziger
Jahren hat sie für den gesamten Bereich der bildenden Kunst
produziert, gezeichnet, Lithos hergestellt und sich im Keramischen
versucht
Die Kinderbuchkritik,
hat von diesem
komplexen Leben und Werk nur ausnahmsweise Kenntnis genomen
.
Wir sollten mit zu raschen Vorurteilen vorsichtig
sein und statt dessen in zwei noch erhältliche Kataloge
schauen: LIESELOTTE SCHWARZ. MALERBÜCHER. von Alexander
Hildebrand mit kompetenten Aufsätzen aus unterschiedlichen
Federn sowie LIESELOTTE SCHWARZ. BILDER, von Bruno Russ herausgegeben.
Beide Titel sind reich illustriert und belegen nachhaltig die
Produktivität sowie die künstlerische Entwicklung
der ,Mal-Poetin
..
,Welthaltigkeit wurde in der Vergangenheit
vornehmlich jenen literarischen Spitzenwerken zuerkannt, in
denen hinter und unter dem sichtbar und leicht Kontrollierbaren
das Mystische , Tiefgründige mitwirkte. In den reifsten
Arbeiten der Künstlerin spielen jene Momente gleichfalls
hinein. In den Texten und Bildern im LEIERMANN DREHT GOLDNE
STERNE (1959) bis hin zu ihren Märchenbildern, dem RATTENFÄNGER,
dem TRAUMMACHER und dem ZAUBER der siebziger Jahre ist die gewohnte
Schwerkraft aufgehoben entzieht sich die Bildkunst den herrschenden
Naturgesetzen und den Regeln der Physik. Tänzerisch und
musikalisch folgen Fläche und Farben einem neu gesetztem
Regelwerk, gewandelten Normen. In den lyrisierenden Kurztexten
öffnen sich Türen und Fenster, hinter denen völlig
Neues und Verändertes in Bildern auf die Betrachter zukommt.
Legten wir ihre frühen und jetzigen Arbeiten
auf eine Drehscheibe der elektrischen Spielzeugeisenbahn, so
könnten die Züge mit uns und den Kindern noch in weitere
Richtungen fahren. Wir würden ohne große Umwege beim
frühen Lyonel Feininger, seinen Klötzchenhäusern
mit Eisenbahnen, bei den farbexpressiven Tieren des Franz Mark
und den Aquarellen des August Macke, die er von der Tunesienreise
nach Kairouan mitbrachte, landen. Blättern wir weiter in
Kunstgeschichtsbänden und Monographien so lassen sich fugenlos
die Traumbilder und Phantasien neben Motive der Münter,
Jawlensky oder Amado Modiglianis packen, mit dessen Namen sich
die somnambulen Dauerschläferinnen mit geschlossenen oder
halboffenen Augen verbinden. Die gedrungenen Rundfiguren der
Schwarz erweisen sich bei unseren Rundfahrten als unmittelbare
Verwandte der Dickmöpse des Kolumbianers Botero. Alles
hängt mit Allem zusammen, da von Nichts gewöhnlich
auch nichts kommt
.
Zum Bilderbuch ICH:
Vom besternten Himmel in den Vorsatzpapieren
umschlossen, zieht die Künstlerin in schönster Farbgebung
eine vorläufige Lebensbilanz, die von innen heiter verträumt
und verspielt durch die Bilderbuchseiten strahlt und nicht zum
flotten Durchblättern, sondern eher zum sich Versenken
verleitet
..
Hans A. Halbey:
In erster Linie ist es auch der ganz bestimmte,
charakteristische Klang, der die Bilder Lieselotte Schwarz
schon von weitem und auf Anhieb als die ihren zu erkennen gibt.
Es mögen die Kompositionen noch so sehr variieren, die
einzelnen Farben an Intensität und im Gefüge der Komposition
wechseln der Gesamtklang ist immer und unverkennbar der
Schwarzsche
.
Die Malkunst der Lieselotte Schwarz steht allein
und souverän im großen Mosaik neuerer Stile und Richtungen
und kann sich neben Anerkanntem voll behaupten. Aus vielen derzeitigen
Anstrengungen, Kunst als Installation oder dergleichen zu offerieren,
ragt sie weit heraus. Lieselotte Schwarz ist überdies eine
hervorragende Zeichnerin. Ihre oft hauchzart hingestrichelten,
mitunter schemenhaft faßbaren Zeichnungen bezeugen die
feine künstlerische Sensibilität und ihre Meisterschaft
in diesem Sonderbereich der bildenden Kunst. Ihre ganze Kunst
gilt dem ICH, und so lautet auch der Titel ihres neuen wunderbaren
Bilderbuches
.
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